Prognosebericht

Die im Kapitel „Prognosebericht“ getroffenen Aussagen basieren auf unserer Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung am globalen Kupfermarkt sowie der Rohstoff- und Produktmärkte von Aurubis. Diese haben Analysen von Wirtschaftsforschungsinstituten, Organisationen und Branchenverbänden sowie interne Marktanalysen zur Grundlage. Die dargestellten Einschätzungen für den zukünftigen Geschäftsverlauf orientieren sich an den Zielsetzungen der BUs sowie an den Chancen und Risiken, die die erwarteten Marktbedingungen und Wettbewerbssituationen im Prognosezeitraum bieten. Dieser beträgt ein Jahr. Die Chancen und Risiken, die den Aurubis-Konzern betreffen, sind im Risiko- und Chancenbericht detailliert erläutert. Unsere Prognosen werden regelmäßig angepasst. Die im Nachfolgenden getroffenen Aussagen basieren auf unserem Kenntnisstand vom Dezember 2015.

Der Aurubis-Konzern hat das neue Geschäftsjahr 2015/16 in einem sich insgesamt verschlechternden globalen Marktumfeld begonnen:

Die Weltwirtschaft zeigt sich in ihrem Wachstum verhalten.Risiken bestehen fort. Diese werden insbesondere in der ungewissen wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer gesehen, allen voran der in China. In den USA ist der Konjunkturverlauf zwar zufriedenstellend, die Chefin der US-Notenbank hat der Zinsanhebung noch im Jahr 2015 allerdings eine reelle Chance eingeräumt. Wie sich dies im Einzelnen auswirken wird, bleibt offen. In der Eurozone konnte die Unternehmensstimmung im Oktober auf breiter Basis leicht zunehmen, wie es der Markit-Einkaufsmanagerindex (PMI) bestätigt. Ob sich dies über ein leichtes Wachstum hinaus in konkreten Ergebnissen niederschlagen kann, muss sich erst noch zeigen. Auch ist unklar, wie sich der Flüchtlingszustrom nach Europa auswirken wird. Zudem sind die politischen Konflikte z. B. in der Ukraine und im Nahen Osten weiterhin ungelöst.

Für den Kupfermarkt und die anderen Metall- und Rohstoffmärkte kann davon ausgegangen werden, dass die Weltwirtschaft zwar auf Wachstumskurs bleibt, dass aber die Unsicherheiten anhalten werden. Hiervon wird auch die Kupferpreisentwicklung beeinflusst sein.

Für Kupfer hat sich in den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres mit Kursen über 5.000 US$/t zunächst keine bestimmte Kursrichtung ausgebildet. Ab etwa Mitte November kam es dann aber zu einem Rückgang unter diese Marke. Die weitere Preisentwicklung ist ungewiss. Preiserholungen sind aber möglich, wenn es z. B. zu Produktionsstörungen kommt, die Kupferbestände weiter sinken oder die Kupfernachfrage insgesamt doch zufriedenstellend ausfällt.

Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2015/16 zeigen sich an unseren Teilmärkten, wie dem Konzentratmarkt, positive Tendenzen. Auch spricht vieles für eine moderate Kathodennachfrage sowie für ein stabiles Produktgeschäft. Noch nicht vorhersehbar ist die weitere Entwicklung an den kurzfristiger ausgerichteten Altkupfermärkten. Ähnlich kurzfristig und wenig kalkulierbar ist auch das Schwefelsäuregeschäft, das aktuell durch ein Überangebot am Markt und damit durch deutlich geringere Preise gekennzeichnet ist.

In stärkerem Umfang als 2014/15 werden sich voraussichtlich die internen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung auswirken; zu Belastungen kommt es durch den großen Wartungsstillstand der Primärkupfererzeugung am Standort Pirdop.