Forschung, Entwicklung und Innovation

Innovationen auf der Basis effizienter und effektiver Forschung und Entwicklung (F&E) sind ein wichtiger Wachstumsmotor für Aurubis. Unser internationales Team aus hochqualifizierten Mitarbeitern unterschiedlicher Fachrichtungen und deren Know how sind die Grundlage, um diese Innovationen erfolgreich zu entwickeln. Unterstützung erhalten sie dabei von internen und externen Partnern. 

F&E-Mitarbeiter

Grafik: F&E-Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2014/15 wurden im Aurubis-Konzern 11 Mio. € (Vj. 10 Mio. €) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die Mitarbeiterzahl des Bereichs lag bei 56 (Vj. 69).

Die strategische Ausrichtung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf zukunfts- und marktorientierte Projekte wurde weiter vorangebracht. Zur Untersuchung der wissenschaftlichen Grundlagen und zum Aufbau zukünftiger Technologieplattformen wurde verstärkt mit einem wachsenden Forschungsnetzwerk aus angesehenen internationalen Universitäten und Instituten zusammengearbeitet.

Neben den klassischen F&E-Tätigkeiten haben wir uns in diesem Geschäftsjahr mit der Implementierung von computerbasierten Optimierungsmodellen für die Materialflusssteuerung beschäftigt.

Gestiegene Anforderungen an Kupfer- und Spezialprodukte auf der einen Seite sowie komplexer werdende primäre und sekundäre Rohstoffe auf der anderen Seite stellen eine stetig steigende Herausforderung für unsere Produktionsverfahren dar. Komplexmetallurgische Projekte und Fragestellungen bildeten deshalb während des Geschäftsjahres einen Schwerpunkt in unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Es ist uns hier gelungen, eine stabile Basis für den Konzern zu erarbeiten. Des Weiteren wurden die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich von primär- und sekundärmetallurgischen Schlacken fortgeführt.

Weitere zukunftsgerichtete Forschungs- und Entwicklungsthemen werden durch globale Trends und die vom Konzern in seiner Strategie definierten Wachstumsfelder bestimmt. Zur Bearbeitung der daraus resultierenden Technologien, zur Untersuchung der Attraktivität und Identifizierung von konkreten Handlungsfeldern bedienen wir uns auch „Open Innovation“-Ansätzen.

Im Produktgeschäft ergaben sich positive Entwicklungen im Bereich der Legierungsfamilie „BlueBrass 42“ und das sowohl auf der Draht- als auch der Bandseite. Bei Schlüsselkunden gelang hier der Durchbruch auf dem Weg zum Serieneinsatz. Mit Werkstoffen aus dieser Produktfamilie tragen wir der steigenden Nachfrage nach bleifreien Messinglegierungen für die zerspanende Bearbeitung Rechnung. Verstärkte Aktivitäten im Projekt „Alloyed Wire“ führten zu Prozess- und Produktoptimierungen bei der Fertigung von hochkupferhaltigen High Performance-Legierungen aus Draht. Bis zu einer stabilen Volumenfertigung sind jedoch noch weitere Prozessentwicklungen notwendig. Im Bereich Band konnte die Einführung einer für die Herstellung von Steckverbindern einge-setzten Hochleistungslegierung erfolgreich abgeschlossen werden. Neben dem Gießen der Legierung wurden Produk-tionsversuche bis hin zur Erstbemusterung bei bedeutenden Automobilzulieferern erfolgreich durchgeführt. Auch hier sehen wir ein gutes Marktpotenzial.

F&E-Aufwendungen

Grafik: F&E-Aufwendungen