Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt die Zahlungsströme des Aurubis-Konzerns im Geschäftsjahr 2014/15 sowie die Zahlungsströme im Vergleichszeitraum des Vorjahres dar. Gemäß IAS 7 wird hierbei zwischen dem Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit und dem Mittelzufluss beziehungsweise -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern werden alle nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, das Finanzergebnis (bestehend aus dem Ergebnis aus At Equity bilanzierten Anteilen, Zinsaufwendungen und -erträgen sowie den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen), Aus- bzw. Einzahlungen für Ertragsteuern sowie Veränderungen des Working Capitals korrigiert, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) herzuleiten.

Aufgrund des sehr guten Geschäftsergebnisses lag der Netto-Cashflow bei 365 Mio. €. Der Netto-Cashflow des Vorjahres (401 Mio. €) war hingegen auch von einem Abbau der Vorratsbestände nach Beendigung des Großstillstandes in Hamburg geprägt.

Die Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) betrugen im Berichtszeitraum 112 Mio. € (Vj. 128 Mio. €). Investitionsschwerpunkte in Hamburg waren die Bleiraffination und der Neubau einer Mitarbeiterwaschkaue sowie eines Gesundheitszentrums. In Pirdop (Bulgarien) wurden Investitionen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Stillstand im Jahr 2016 getätigt sowie Investitionen für die Verbesserung und Erweiterung der Produktionskapazitäten im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt.

Nach Abzug der Investitionen in das Anlagevermögen vom Netto-Cashflow ergibt sich ein Free Cashflow von 253 Mio. € (Vj. 273 Mio. €). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 104 Mio. € (Vj. 121 Mio. €).

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit lag bei 4 Mio. € gegenüber einem Mittelabfluss von 126 Mio. € im Vorjahr. Der Mittelzufluss gegenüber einem Mittelabfluss im Vorjahr war im Wesentlichen bedingt durch die Aufnahme neuer Schuldscheindarlehen in Höhe von 300 Mio. €, vermindert um die fälligkeitsbedingte Rückführung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 210 Mio. €.

Zum 30.09.2015 standen dem Konzern flüssige Mittel in Höhe von 453 Mio. € (zum 30.09.2014 in Höhe von 187 Mio. €) zur Verfügung.