21. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte unterteilen sich in sonstige finanzielle und sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte.

Die langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

    T 067
     
in T€ 30.09.2015 30.09.2014
     
Langfristig (mit Restlaufzeit über 1 Jahr)    
Derivative Finanzinstrumente der Kategorie
"zu Handelszwecken gehalten"
1.335 549
Derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accouting 45 0
Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte 12.847 12.657
Langfristige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 14.227 13.206
Übrige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.176 1.031
     
Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.176 1.031
      
Werte zum 30.09.2014 teilweise angepasst (siehe Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und Interpretationen).

Derivative Finanzinstrumente der Kategorie „zu Handelszwecken gehalten“ mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden aufgrund ihrer ökonomischen Sicherungsbeziehung als langfristig ausgewiesen.

Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

    T 068
     
in T€ 30.09.2015 30.09.2014
     
Kurzfristig (mit Restlaufzeit über 1 Jahr)    
Derivative Finanzinstrumente der Kategorie
"zu Handelszwecken gehalten"
60.294 58.185
Derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting 468 120
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 11.966 12.149
Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 66.170 21.739
Übrige kurzfristige Forderungen und
finanzielle Vermögenswerte
138.898 92.193
Forderungen aus Ertragsteuern 3.303 9.339
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 46.201 37.513
     
Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 49.504 46.852
      
Werte zum 30.09.2014 teilweise angepasst (siehe Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und Interpretationen).

Bei den sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerforderungen der Aurubis Bulgaria AD, Pirdop.

Bei den ausgewiesenen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen die Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, Stolberg, die unter Verwendung der Equity-Methode bilanziert wird, sowie um Forderungen gegen verbundene, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen.

Die übrigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte umfassen im aktuellen Geschäftsjahr vor allem Sicherungseinbehalte von Brokern für die Abwicklung von Metall- und Devisentermingeschäften bei der Aurubis AG, Hamburg in Höhe von 45,4 Mio. €.

Darüber hinaus ist in den übrigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ein Continuing Involvement aus Spätzahlungsrisiken bei Factoringgesellschaften sowie aus Delkredere- und Währungsrisiken von kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.790 T€ (Vj. 10.216 T€) enthalten. Die Höhe des Continuing Involvement entspricht dabei auch dem maximalen Verlustrisiko, welchem im Wesentlichen die Annahme zu Grunde liegt, dass sämtliche am Bilanzstichtag offenen Forderungen, die verkauft wurden, über den gesamten Zeitraum, für den Aurubis für das Spätzahlungsrisiko in Anspruch genommen werden kann, unbeglichen bleiben.

Im Zusammenhang mit dem Continuing Involvement wurde eine Verbindlichkeit in Höhe von 12.025 T€ (Vj. 10.457 T€) erfasst. Sämtliche an Factoringgesellschaften verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit unter einem Jahr, so dass der Fair Value des Continuing Involvements und der verbundenen Verbindlichkeit jeweils dem Buchwert entspricht.

Forderungen aus einem Factoringvertrag, bei denen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Forderungskäufer übergegangen sind, wurden vollständig ausgebucht. Der maximal von Aurubis zu tragende Verlust aus Kreditrisiken ist dabei auf einen Kaufpreisabschlag begrenzt. Dieser wird bei Verkauf der Forderungen vom Käufer einbehalten und schließlich in Höhe des nicht genutzten Teils zurückerstattet. Der Kaufpreisabschlag für die verkauften und ausgebuchten Forderungen (Nominalvolumen 11.556 T€) beläuft sich zum 30. September 2015 auf 1.116 T€ (Vj. 815 €) und ist in den übrigen finanziellen Vermögenswerten enthalten. Aus dem Verkauf der Forderungen wurden insgesamt 345 T€ (Vj. 239 T€) aufwandswirksam erfasst.

Insgesamt waren zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 270 Mio. € (Vj. 253 Mio. €) an Factoringunternehmen verkauft.

Mit Ausnahme von Zinsderivaten besteht für keine Forderung oder keinen sonstigen Vermögenswert ein Zinsänderungsrisiko. Nähere Erläuterungen zu den Zinsderivaten finden sich unter Tz. 29 Finanzinstrumente.

Die Wertberichtigungen auf die übrigen finanziellen Vermögenswerte gehen aus der folgenden Tabelle hervor:

    T 069
     
in T€ 30.09.2015 30.09.2014
     
Einzelwertberichtigungen
Stand 01.10.
724 154
Wertänderung der Periode 126 570
Zuführung 0 500
Wechselkursänderungen 126 70
     
Stand 30.09. 850 724

Im Berichtsjahr und im Vorjahr wurden keine Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte erfasst.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an sonstigen finanziellen Vermögenswerten deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.