29. Finanzinstrumente

Der Aurubis Konzern ist durch den Einsatz von Finanzinstrumenten Marktrisiken, Liquiditätsrisiken und Ausfallrisiken ausgesetzt.

Marktrisiken

Marktrisiken entstehen aus einer möglichen Veränderung von Risikofaktoren, die zu einer Verringerung des Marktwerts der diesen Risikofaktoren unterliegenden Transaktionen führt. Für das Unternehmen sind die folgenden Gruppen von allgemeinen Risikofaktoren von Relevanz: Wechselkursrisiken, Zinsänderungsrisiken sowie sonstige Preisrisiken.

Wechselkursrisiken

Durch seine operative Geschäftstätigkeit ist der Aurubis-Konzern Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten führen. Um Währungsrisiken zu begrenzen, werden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Diese betreffen schwerpunktmäßig US-Dollar. Hierbei wird die Fremdwährungsposition aus Grundgeschäften täglich gegeneinander aufgerechnet und verbleibende Spitzenmengen durch Devisenderivate glattgestellt. Bei sämtlichen Devisensicherungsgeschäften arbeiten wir ausschließlich mit Partnern guter Bonität zusammen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden darüber hinaus Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte zur Sicherung künftiger Einnahmen abgeschlossen. Im vorliegenden Abschluss sind – soweit die Voraussetzungen für Cashflow Hedges erfüllt waren – die Ergebnisse aus diesen Sicherungsgeschäften in Höhe des effektiven Teils des Sicherungsgeschäfts zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Berücksichtigung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Grundsätzliche Verschiebungen der Devisenrelationen – insbesondere des Verhältnisses des Euro zum US-Dollar – können dabei jedoch nur auf begrenzte Zeit gesichert werden.

Ausführungen zur Steuerung von Wechselkursrisiken finden sich im Risikobericht des Lageberichtes.

Das Fremdwährungsrisiko stellt die Risikoposition für die folgende Periode dar. Diese entspricht dem Nettobetrag des Nominalvolumens der im Bestand befindlichen originären und derivativen Finanzinstrumente, die Wechselkursrisiken ausgesetzt sind. Außerdem werden geplante Umsatztransaktionen der folgenden Perioden insoweit einbezogen, als dass diese im Währungsrisikomanagement zur Darstellung der Risikoposition für die folgende Periode berücksichtigt werden. 

Fremdwährungsrisiko

    T 087
     
  EUR/USD
     
in T€ 30.09.2015 30.09.2014
     
Risikoposition aus gebuchten
Transaktionen
–674.465 –772.313
geplante Umsätze 631.827 539.336
Forward-Fx-Transaktionen 327.652 528.297
Put-Optionsgeschäfte –117.826 –76.293
     
Netto-Exposure 167.188 219.027
      
Vorjahreswerte teilweise angepasst.

Der IFRS 7 fordert zur Darstellung von Marktrisiken eine Sensitivitätsanalyse für jede Risikoart. Durch die Anwendung von Sensitivitätsanalysen wird für jede Risikoart ermittelt, welche Auswirkungen eine Änderung der jeweiligen Risikovariablen auf die Gewinne/Verluste sowie auf das Eigenkapital zum Bilanzstichtag nehmen würde. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand zum Bilanzstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Für das Wechselkursrisiko wird eine Sensitivitätsanalyse für die Fremdwährung vorgenommen, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt. Dabei handelt es sich um den US-Dollar. Bei der Sensitivitätsanalyse für die Währungen wurde angenommen, dass sich der Kurs des Euro zum US-Dollar jeweils um +/–10 % verändert.

Wenn am 30.09.2015 bzw. 30.09.2014 der Euro gegenüber dem US-Dollar um 10 % stärker bzw. schwächer gewesen wäre als der vorherrschende Stichtagskurs, wären das Eigenkapital und das Jahresergebnis wie in der folgenden Tabelle dargestellten Weise verändert worden. In die Berechnung sind alle relevanten Fremdwährungspositionen sowie die im Fremdwährungsrisiko berücksichtigten geplanten Umsätze der folgenden Periode eingegangen.

Währungssensitivitäten

    T 088
     
  EUR/USD
     
in T€ 30.09.2015 30.09.2014
     
Stichtagskurs 1,1203 1,2583
     
     
Abwertung (EUR ggü. USD) 1,0083 1,1325
Ergebniseffekt 68.859 59.953
davon entfallen auf
geplante Umsätze
70.203 59.926
davon entfallen auf
originäre Geschäfte
34.647 36.925
davon entfallen auf
derivative Geschäfte
–35.991 –36.898
Eigenkapitaleffekt –35.601 –26.482
     
     
Aufwertung (EUR ggü. USD) 1,2323 1,3841
Ergebniseffekt –54.676 –48.426
davon entfallen auf geplante Umsätze –57.439 –49.031
davon entfallen auf originäre Geschäfte –26.683 –29.585
davon entfallen auf derivative Geschäfte 29.446 30.190
Eigenkapitaleffekt 26.740 20.995
      
Vorjahreswerte teilweise angepasst.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Auftretende Zinsrisiken werden durch Zinsswaps abgesichert. Zinsänderungsrisiken sind im finanzwirtschaftlichen Bereich von wesentlicher Bedeutung. Soweit im Rahmen der Absicherung variabler Zinszahlungen die Voraussetzungen für Cashflow Hedges erfüllt sind, werden die Ergebnisse aus diesen Sicherungsgeschäften in Höhe des effektiven Teils des Sicherungsgeschäfts zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Berücksichtigung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird in dem betreffenden Geschäftsjahr.

Ausführungen zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken finden sich im Risikobericht des Lageberichtes.

Nachfolgend wird das Netto-Exposure für variabel verzinsliche Risikopositionen dargestellt.

Variabel verzinsliche Risikopositionen

                T 089
                 
  Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
                 
in T€ 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2015 30.09.2014
                 
Ausleihungen/
Festgelder
427.342 157.910 427.342 157.910 0 0 0 0
Sonstige
Risikopositionen
–319.106 –308.461 –248.106 –219.961 –58.000 –88.500 –13.000 0
davon zinsgesichert 71.000 88.500 0 0 58.000 88.500 13.000 0
                 
Netto-Exposure 179.236 –62.051 179.236 –62.051 0 0 0 0
                  
Vorjahreswerte teilweise angepasst.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte einer Änderung der Marktzinssätze auf die Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie das Eigenkapital dar.

Durch einen Anstieg (Rückgang) aller relevanten Zinssätze um 100 Basispunkte (50 Basispunkte) wären das Eigenkapital und das Jahresergebnis zum 30.09.2015 bzw. 30.09.2014 in der in der folgenden Tabelle dargestellten Weise verändert worden. In die Berechnung sind die gleichen Positionen eingegangen wie bei der Ermittlung des zuvor dargestellten Netto-Exposures.

Zinssensitivitäten

        T 090
         
  30.09.2015 30.09.2014
         
in T€ +100 BP – 50 BP +100 BP – 50 BP
         
Ergebniseffekt 1.792 –899 –621 310
Eigenkapitaleffekt 2.412 –1.255 1.638 –836
          
Vorjahreswerte teilweise angepasst.

Sonstige Preisrisiken

Durch seine operative Geschäftstätigkeit ist der Aurubis-Konzern Warenpreisrisiken ausgesetzt. Um Preisrisiken zu begrenzen, werden unter anderem NE-Metalltermingeschäfte abgeschlossen. Diese betreffen schwerpunktmäßig die Absicherung des Kupferpreises. Hierfür werden ein- und ausgehende Metallmengen aus Grundgeschäften täglich gegeneinander aufgerechnet und verbleibende Spitzenmengen durch Börsengeschäfte glattgestellt. Bei sämtlichen Metallsicherungsgeschäften arbeiten wir ausschließlich mit Partnern guter Bonität zusammen.

Soweit preisfixierte Metalllieferverträge über NE-Metalle zur Deckung des erwarteten Bedarfs an Rohstoffen bzw. des erwarteten Verkaufs von Fertigprodukten als derivative Finanzinstrumente bilanziert werden, kommt es zu einer ergebniswirksamen Berücksichtigung von Marktwertänderungen. Gewinne und Verluste aus der gegenläufigen Entwicklung der Marktwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte sind folglich unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Ausführungen zur Steuerung von Metallpreisrisiken finden sich im Risikobericht des Lageberichtes.

Der Aurubis-Konzern hat seine Stromverbräuche durch einen langfristigen Vertrag mit einem Energieversorger gesichert. Aus der Bewertung eines Teiles dieses Vertrages ist Aurubis einem Strompreisrisiko ausgesetzt.

Nachfolgend ist das Nominalvolumen für derivative Finanzinstrumente für Kupfer, Silber, Gold sowie Strom, Kohle und CO2 dargestellt, das sich aus der unsaldierten Summe der Nominalbeträge der einzelnen Ein- und Verkaufskontrakte ergibt.

Nominalvolumen der Derivate

    T 091
     
in T€ 30.09.2015 30.09.2014
     
Kupfer 1.794.749 1.602.155
Silber 104.825 133.898
Gold 398.103 372.421
Strom, Kohle, CO 96.385 116.426
     
  2.394.062 2.224.900
      
Vorjahreswerte teilweise angepasst.

Warenpreisrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte einer Änderung der Warenpreise auf das Periodenergebnis dar.

Durch einen Anstieg (Rückgang) aller relevanten Warenpreise um 10 % wären das Jahresergebnis zum 30.09.2015 bzw. 30.09.2014 in der in der folgenden Tabelle dargestellten Weise verändert worden. In die Berechnung sind sämtliche zum Stichtag vorhandene Derivate für Kupfer, Silber, Gold sowie Strom, Kohle und CO2 eingeflossen.

Warenpreissensitivitäten

                T 092
                 
  Kupfer Silber Gold Strom, Kohle, CO
                 
in T€ 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2015 30.09.2014
                 
Preisanstieg                
Ergebniseffekt 43.782 56.518 8.735 9.781 26.760 29.384 3.656 4.603
                 
Preisrückgang                
Ergebniseffekt –43.782 –56.518 –8.735 –9.781 –26.760 –29.384 –3.656 –4.603
                  
Vorjahreswerte teilweise angepasst.

Die bei den Warenpreissensitivitäten ausgewiesenen Ergebniseffekte werden bei den Metallen durch die Bewertung der noch nicht fixierten Kauf- oder Verkaufspartien ganz oder teilweise wieder kompensiert, da diese Positionen provisorisch mit dem jeweiligen Stichtagskurs bewertet werden.

Derivative Finanzinstrumente

Der Aurubis-Konzern setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Wechselkurs-, Zins- und sonstigen Preisrisiken ein. Sofern die Voraussetzungen für die Anwendung von Hedge Accounting erfüllt sind, werden diese im Rahmen von Cashflow Hedges abgebildet.

Finanzderivate

                T 093
                 
  AKTIVA PASSIVA
                 
  30.09.2015 30.09.2014 30.09.2015 30.09.2014
in T€ Buchwert Nominal-
volumen
Buchwert Nominal-
volumen
Buchwert Nominal-
volumen
Buchwert Nominal-
volumen
                 
Zinsswaps                
ohne Hedge-Beziehung 0 0 0 0 0 0 0 0
als Cashflow Hedges 45 13.000 0 0 93 58.000 6.084 88.500
                 
Devisentermingeschäfte                
ohne Hedge-Beziehung 25.209 604.582 46.378 974.952 5.988 470.248 7.785 233.121
als Cashflow Hedges 126 26.851 0 0 30.483 287.300 14.807 228.115
                 
Devisenoptionsgeschäfte                
ohne Hedge-Beziehung 0 0 0 0 0 0 0 0
als Cashflow Hedges 342 30.380 120 56.157 313 84.587 1.279 13.027
                 
Metalltermingeschäfte                
ohne Hedge-Beziehung 36.420 1.043.090 12.315 529.506 81.061 1.303.316 57.721 1.630.791
als Cashflow Hedges 0 0 0 0 0 0 0 0
                 
sonstige Geschäfte                
ohne Hedge-Beziehung 0 0 41 821 21.787 96.385 24.897 115.606
als Cashflow Hedges 0 0 0 0 0 0 0 0
                  
Vorjahreswerte teilweise angepasst.

Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente besteht aus der Summe der Nominalbeträge der einzelnen Ein- und Verkaufskontrakte. Der beizulegende Zeitwert errechnet sich dagegen aus der Bewertung sämtlicher Kontrakte zu den Preisen des Bewertungsstichtags. Er gibt an, wie sich das Ergebnis bei prompter Glattstellung der Derivatekontrakte – losgelöst von den Grundgeschäften – zum Stichtag verändert hätte.

Die Ergebnisauswirkungen der Marktwertveränderungen von Finanzderivaten, die sich auf einen Cashflow Hedge beziehen, werden in Höhe des effektiven Teils erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis gebucht. Der effektive Teil der Wertveränderungen derivativer Finanzinstrumente, der in der Berichtsperiode erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurde beträgt –55.675 T€ (Vj. –18.002 T€). Der Betrag, der während der Periode aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung im Rahmen von Cashflow Hedge Accounting überführt wurde, beträgt –43.576 T€ (Vj. 1.225 T€) und schlägt sich im Wesentlichen in der GuV-Position „Materialaufwand“ nieder.

Der ineffektive Teil der Marktwertänderung wird dagegen direkt ergebniswirksam gebucht.

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine zu berücksichtigenden ineffektiven Teile der Marktwertänderung der Sicherungsinstrumente identifiziert.

Die folgenden beiden Tabellen zeigen, wann die Zahlungsströme aus Cashflow Hedges eintreten und wann sie die GuV beeinflussen:

Darstellung der Cashflow Hedges 30.09.2015

          T 094
           
GuV-Wirkung und Eintritt
in T€
Buchwert Nominal-
volumen
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als
5 Jahre
           
Zinsswaps          
Vermögenswerte 45 13.000 0 0 13.000
Verbindlichkeiten 93 58.000 0 58.000 0
           
Devisentermingeschäfte          
Vermögenswerte 126 26.851 26.851 0 0
Verbindlichkeiten 30.483 287.300 207.768 79.532 0
           
Devisenoptionsgeschäfte          
Vermögenswerte 342 30.380 30.380 0 0
Verbindlichkeiten 313 84.587 42.410 42.177 0

Darstellung der Cashflow Hedges 30.09.2014

          T 095
           
GuV-Wirkung und Eintritt
in T€
Buchwert Nominal-
volumen
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als
5 Jahre
           
Zinsswaps          
Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten 6.084 88.500 0 88.500 0
           
Devisentermingeschäfte          
Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten 14.807 228.115 161.640 66.475 0
           
Devisenoptionsgeschäfte          
Vermögenswerte 120 56.157 56.157 0 0
Verbindlichkeiten 1.279 13.027 13.027 0 0
            
Vorjahreswerte teilweise angepasst.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko stellt das Risiko dar, dass das Unternehmen seinen eigenen Verbindlichkeiten nicht nachkommen kann. Die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten sind unter der Tz. 27 ausgewiesen.

Die ausreichende Versorgung des Konzerns mit liquiden Mitteln ist sowohl durch den Cashflow des Konzerns als auch durch die vorhandenen kurz- und langfristigen Kreditlinien seitens unserer Banken gewährleistet. Schwankungen in der Cashflow-Entwicklung können somit aufgefangen werden. Ein eigenständiger Führungskreis verfolgt zeitnah und regelmäßig die Entwicklung der Liquiditätsposition der Aurubis und berichtet an den Vorstand. Weitere Steuerungsmaßnahmen im Rahmen der Liquiditätsrisiken werden im Risikobericht des Lageberichtes dargestellt.

 

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken existieren für alle Klassen von Finanzinstrumenten, insbesondere für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Konzentration des Bonitätsrisikos ist aufgrund des breiten und heterogenen Kundenstamms begrenzt. Die betragsmäßig größten Kundenforderungen werden regelmäßigen Überprüfungen unterzogen. Das Bonitätsrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten ist dadurch begrenzt, dass entsprechende Kontrakte lediglich mit Vertragsparteien bzw. Kreditinstituten mit gutem Bonitätsrating bestehen.

Im Rahmen des Kreditrisikomanagements erfolgte eine Einteilung von Kunden in Bonitätsklassen, wobei jedem Kunden ein bestimmtes Limit eingeräumt wird.

Die Buchwerte der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte, abzüglich jeglicher Wertberichtigungen, stellen das höchstmögliche Ausfallrisiko dar, ohne dabei den Wert erhaltener Sicherheiten oder anderer risikomindernder Vereinbarungen einzubeziehen.

Um darüber hinaus Ausfallrisiken so gering wie möglich zu halten, verfolgen wir regelmäßig die bestehenden Forderungen gegenüber unseren Geschäftspartnern. Neben marktüblichen Instrumenten, wie z. B. Akkreditiven und Garantien, nutzen wir insbesondere Warenkreditversicherungen zur Absicherung potenzieller Forderungsausfälle. Soweit Forderungen im Rahmen von Factoringvereinbarungen veräußert werden, geschieht dies regresslos.