23. Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt 115.089.210,88 € und ist eingeteilt in 44.956.723 Inhaberstückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von 2,56 € pro Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 02.03.2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 57.544.604,16 € zu erhöhen.

Das Grundkapital ist um bis zu 52.313.277,44 € durch die Ausgabe von bis zu 20.434.874 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 € pro Aktie bedingt erhöht (bedingte Kapitalerhöhung). Es dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen, die bis zum 28.02.2017 begeben werden können.

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital setzt sich aus dem Konzernergebnis, den Gewinnrücklagen aller Konzernunternehmen, den kumulierten einbehaltenen Jahresergebnissen der Tochterunternehmen seit deren erstmaliger Einbeziehung sowie kumulierten Beträgen aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen zusammen. Darüber hinaus enthalten sind auch die erfolgsneutral abzubildenden Effekte aus der Neubewertung der Nettoschuld leistungsorientierter Verpflichtungen (nach Steuern).

Außerdem enthalten ist die gesetzliche Rücklage in Höhe von 6.391 T€, welche für eine Ausschüttung nicht zur Verfügung steht. Die Veränderung des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals von 1.424.188 T€ zum 30. September 2014 auf 1.523.444 T€ zum 30. September 2015 beinhaltet die Dividendenzahlung in Höhe von 44.957 T€, erfolgsneutral abzubildende Effekte aus der Neubewertung der Nettoschuld leistungsorientierter Verpflichtungen (nach Steuern) von 11.781 T€ und das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2014/15 in Höhe von 132.435 T€.

Die Veränderung des kumulierten sonstigen Ergebnisses von insgesamt –8.235 T€ (Vj. –13.375 T€) entfällt im Wesentlichen auf Marktbewertungen derivativer Finanzinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges in Höhe von –12.189 T€ (Vj. –19.131 T€).

Der Betrag, der während der Periode aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung im Rahmen von Cashflow Hedge Accounting überführt wurde, beträgt –43.576 T€ (Vj. 1.225 T€) und schlägt sich im Wesentlichen im Materialaufwand nieder. Für Marktbewertungen von Finanzinvestitionen wurden im Vorjahr 2.175 T€ aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, die sich in den übrigen finanziellen Aufwendungen niederschlugen.

Bei den nicht beherrschenden Anteilen i. H. v. 2.778 T€ (Vj. 3.069 T€) handelt es sich um die Anteile konzernfremder Minderheitsgesellschafter am Eigenkapital bei zwei von der Aurubis AG vollkonsolidierten Gesellschaften. Zum 30.09.2015 betreffen diese die Deutsche Giessdraht GmbH, Emmerich, sowie die Aurubis Bulgaria AD, Pirdop.

Eine vollständige Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals befindet sich in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Einzelabschluss der Aurubis AG, Hamburg, wurde nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellt.

   T 070
   
Jahresüberschuss der Aurubis AG 145.083.390,78 €
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 42.987.473,73 €
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 72.500.000,00 €
Bilanzgewinn 115.570.864,51 €

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der Aurubis AG in Höhe von 115.570.864,51 € zur Zahlung einer Dividende von 1,35 € je Stückaktie (= 60.691.576,05€) zu verwenden und 54.879.288,46€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde eine Dividende von 1,00 € je Aktie gezahlt, das sind insgesamt 44.956.723,00 €.

Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Das maßgebliche Ziel der Unternehmenssteuerung liegt in der Steigerung des Unternehmenswerts des Aurubis-Konzerns, indem über die Kapitalkosten hinaus ein positiver Gesamtwertbeitrag des Unternehmens erwirtschaftet wird. Aufgabe des Konzern-Treasury ist die optimale Liquiditätsversorgung und Liquiditätssteuerung des Konzerns. Eine ausgewogene Verschuldungsstruktur des Konzerns soll langfristig gewährleistet werden. Die Steuerung und Kontrolle erfolgt anhand definierter Kennzahlen. Mittel- und kurzfristig wird die Nettoverschuldung und Liquidität anhand von regelmäßigen Cashflow-Forecasts gesteuert.

Eine wesentliche Kennzahl zur Ermittlung und vergleichbaren Darstellung der Rentabilität ist der ROCE (Return on Capital Employed), der die Verzinsung des im operativen Geschäft oder für eine Investition eingesetzten Kapitals beschreibt. Der ROCE bezeichnet das Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) zum eingesetzten Kapital am Stichtag (Capital Employed). Das Capital Employed setzt sich aus dem Eigenkapital und den zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel zusammen. Der Aurubis-Konzern erreichte im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund der Verbesserung des operativen EBIT (operativer EBIT von 370 Mio. € gegenüber 167 Mio. € im Vorjahr) einen ROCE von 18,7 % nach 8,5 % im Vorjahr.

Alle externen Anforderungen im Rahmen von financial covenants wurden im aktuellen Geschäftsjahr erfüllt.