scrollen und
mehr entdecken

Globale Trends
setzen neue
Rahmenbedingungen

Technologischer und gesellschaftlicher Wandel,
nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung und
dynamische Produktmärkte, Digitalisierung und neue
Arbeitswelten – nur eine kleine Auswahl von
Veränderungen, die auf uns und unser Geschäft
einwirken. Wir begreifen diese Trends als Chancen.

Unsere Geschäftstätigkeit hat sich seit den Anfängen in ihrem Kern nicht groß verändert: Wir produzieren Kupferkathoden, deren hohe Reinheit für eine exzellente Qualität steht. Zu unseren Rohstoffen zählen Kupferkonzentrate und Recyclingmaterialien, zu unseren Produkten Gießwalzdraht, Spezialdraht, Stranggussformate, Walzprodukte, Bänder und Profile aus Kupfer und Kupferlegierungen. In unseren Prozessen entstehen darüber hinaus aus den Begleitelementen weitere Produkte, wie z. B. Feingold, Feinsilber, Schwefelsäure, Selen und Eisensilikat. In Summe produzieren wir über 1,1 Millionen Tonnen Qualitätskupfer pro Jahr und gehören damit weltweit zu den führenden Unternehmen unserer Branche.

Die Welt ist im Wandel. Die immer stärkere Globalisierung der Wirtschaft, die gestiegene Volatilität und die Vernetzung der Märkte, die Urbanisierung, die Mobilität, die Nachhaltigkeit und der Klimaschutz – sie alle stellen Entwicklungen dar, die sich direkt auf unser Geschäft auswirken. Deshalb sind wir aufgefordert, Aurubis immer wieder vorausschauend an die sich wandelnden Rahmenbedingungen anzupassen. Im Jahr 149 der Unternehmensgeschichte ist es an der Zeit gewesen für ein Upgrade auf die Version 149.0.

Zu diesem Upgrade gehören vor allem die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungskette und die digital unterstützte Vernetzung ihrer einzelnen Stufen und Prozesse im Unternehmen. Die Strukturen vom Einkauf der Rohstoffe bis zur Produktion der fertigen Kupferkathode sind sehr komplex. Die Zusammensetzung der Konzentrate und der Recyclingmaterialien ist sehr unterschiedlich. Hinzu kommen technische und wirtschaftliche Anforderungen, die manchmal sogar gegenläufig sind, wie bei der Bestandshaltung. Diesem vielschichtigen Gefüge begegnen wir jetzt mit einem neuen Denkansatz. Die Bildung eines eigenen Bereichs Supply Chain Management innerhalb der Konzernorganisation ist die konkrete Umsetzung dieses Denkens.

Und auch sonst tut sich viel. Das Recycling von Kupfer war schon immer wichtig für uns – erhält aber zunehmend eine andere inhaltliche Bedeutung. Mit „closing the loop“-Lösungen gehen wir einen großen Schritt weiter.

Recycling wird so, ergänzend zur Rohstoffsicherung, zur Dienstleistung und bindet unsere Kunden als Wertstofflieferanten ein. Auch die Gewinnung von Nebenmetallen und anderen Begleitelementen wird in Zukunft weniger „nebenher“ laufen. Ganz im Sinne der Ressourceneffizienz und im Namen unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Ein umfassendes Ergebnisverbesserungsprojekt, wie es schon in anderen Konzernbereichen erfolgreich durchgeführt wurde, stellt zudem derzeit die Weichen für die Zukunft der Standorte Hamburg und Lünen.

Das Upgrade 149.0 wird Aurubis umfassend verändern – im großen Ganzen und im kleinen Detail. Deshalb beziehen wir jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter ein und nehmen sie mit auf diesen Weg.

Erneuerte Abgasreinigung für die Schwefelsäureanlage in Hamburg: eines von vielen Beispielen, wie wir den erhöhten Anforderungen an technischen Umweltschutz begegnen.

Unser Upgrade stellt die
Weichen für die Zukunft

Business Units ab 1. Juli 2015 Kupferprodukte Primärkupfererzeugung

Wir handeln vorausschauend: Das „System Aurubis“
hat ein Jahr vor dem 150-jährigen Jubiläum ein umfassendes
Upgrade erhalten. Und dieses Upgrade stellt entscheidende
Weichen für die Folgejahre.

Industrie 4.0, das Schlagwort, das für die vollständige Digitalisierung und Integration der industriellen Wertschöpfungskette steht, ist in aller Munde. Die Umsetzung der Ziele von Industrie 4.0 ist nicht nur im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert – auch die Branchenverbände unserer Kunden widmen sich intensiv diesem Thema.

So wurde auch während des diesjährigen „Aurubis Executive Dialogue“, der Klausurtagung des Top-Managements unseres Konzerns, die Frage erörtert: Welche Bedeutung hat Industrie 4.0 für die Kupferindustrie im Allgemeinen und im Besonderen für Aurubis? Eine unzweifelhaft große Bedeutung – das wurde im Rahmen des Austauschs schnell klar. Als Konsequenz daraus wird sich zukünftig ein eigenes Gremium mit dem Thema beschäftigen: der Industry 4.0 Think Tank. Dieser soll Antworten auf wichtige Fragen finden: Was bedeutet Industrie 4.0 ganz praktisch für unseren Konzern? Wie wollen wir damit umgehen? Wie werden unsere Produktionsprozesse zukünftig aussehen? Was wird sich branchenweit verändern? Das diesjährige Management-Treffen hat aber nicht nur neue Handlungsfelder aufgezeigt, es hat auch erkennen lassen, dass schon viel im Gange ist, wenn es um die Digitalisierung und die Integration unserer Wertschöpfungskette geht. Die erweiterten Möglichkeiten von Digitalisierung in der Rohstoffbeschaffung und Produktion sowie im Produktabsatz und die geplante Neukonzeptionierung unserer IT-Systeme sind erste wesentliche Schritte.

Primärkupfer Bisherige Business Units Recyling/Edelmetalle Kupferprodukte
Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette ist auch Thema für die Branchen der Kunden von Aurubis.
Gut zu wissen:

Industrie 4.0
Mit der Initiative „Plattform Industrie 4.0“ unserer wesentlichen Kundenindustrien sollen im branchenübergreifenden Austausch Technologien, Standards, Geschäfts- und Organisationsmodelle entwickelt und die praktische Umsetzung vorangetrieben werden. Wichtig ist es zunächst, Industrie 4.0 als einen Denkansatz zu begreifen, der die reale Produktion und die Informationstechnologie zusammenbringen will. Dabei sollen die bisher vorhandenen Insellösungen in ein einziges Netzwerk eingebettet werden. Industrie 4.0 kann aber nicht durch einen radikalen Umbruch umgesetzt werden, sondern eher durch eine stetige Entwicklung.

Advanced Analytics
Advanced Analytics und Big Data sind Begriffe, die regelmäßig in den Medien stehen. Dahinter verbirgt sich, dass moderne Computersysteme und mathematische Methoden ermöglichen, aus einer Vielzahl von Daten Unterstützung für relevante Geschäftsentscheidungen zu leisten. Mit Hilfe von Advanced Analytics ist es möglich, sehr große, komplexe Probleme rechnerisch zu lösen, die händisch nicht lösbar sind.

Projekt „SCOPE“
Der Name SCOPE steht für „Supply Chain Optimization and Excellence“. SCOPE ist ein modelbasiertes Tool, welches bisher die gesamte Primärkupfer Supply Chain, vom Konzentrat zur Kathode, abbildet, unter Berücksichtigung kommerzieller und technischer Aspekte. Das Modell nutzt die mathematische Optimierung, eine Methode der Advanced Analytics zur Berechnung. SCOPE wird derzeit im Bereich Supply Chain Management zur Unterstützung von wertbasierten Produktionsplanungs- und Einkaufsentscheidungen genutzt.

Digital unterstützte Steuerung und Kontrolle in der Elektrolyse am Standort Pirdop.

Bei allen Maßnahmen gilt zu beachten: Die Rohstoffliefer-, Prozess- und Absatzstrukturen von Aurubis sind ausgesprochen komplex. Das beginnt schon bei den Rohstoffen, die sich in Art, Beschaffenheit und Qualität stark unterscheiden können. Durch die sehr breit, zum Teil global verteilten Lieferanten sind unterschiedliche Lieferwege und Zeithorizonte zu berücksichtigen. Auch ist der Zielkonflikt zwischen termingerechter Rohstoffanlieferung, betriebsnotwendiger Bestandsführung und niedriger Kapitalbindung zu bewältigen. Dazu sind auch innerhalb unseres international aufgestellten Konzerns die Warenströme vielfältig und von Abhängigkeiten gekennzeichnet. Hinzu kommt: Die Verarbeitungsmöglichkeiten variieren und am Ende der Wertschöpfungskette wird dem Kunden eine breite Produktvielfalt geboten.

Um diese konzernweiten komplexen Prozesse mit den einhergehenden Abhängigkeiten und Wechselwirkungen transparent zu machen und schließlich optimal zu steuern, wurde der Bereich Supply Chain Management – kurz SCM – geschaffen. Als neue und schlagkräftige Organisationseinheit ist er direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt. SCM verbindet und steuert den Konzentrateinkauf, den Einkauf von Recyclingmaterialien sowie die Produktionsplanung und wirkt bis in den Absatz von Nebenprodukten hinein.

Die neue Einheit optimiert die Einsatzmischung für die Produktionsanlagen an den unterschiedlichen Standorten des Konzerns. SCM soll eine verbesserte und umfassende Transparenz herstellen. Dazu werden alle Informationen und Daten, die mit der Wertschöpfungskette im Zusammenhang stehen, gebündelt, verarbeitet und zur Planungsgrundlage gemacht.

Mit traditionellen manuellen Planungswerkzeugen ist das nicht mehr möglich. Wir werden stattdessen Advanced Analytics und ein Programm namens „Scope“ einsetzen. Letzteres ist ein durchgängiges wertbasiertes Planungsmodell, das die gesamte Versorgungskette vom Konzentrat bis zur Kathode in Hamburg und Pirdop abbildet, unter Berücksichtigung technischer Restriktionen und kommerzieller Bedingungen. Mit ihrer Hilfe können wir unter Einbeziehung der Marktgegebenheiten die jeweils beste Kombination an Rohstoffen und somit den optimalen Wertbeitrag erreichen. Weitere Standorte sollen in das Modell integriert werden. Langfristig wollen wir vom Prototyp zur standardisierten Software für den gesamten Aurubis-Konzern gelangen.

Am Ende wird – in Abhängigkeit von Rohstoffqualität und -verfügbarkeit sowie vom Ergebnisbeitrag – ein optimaler Rohstoffmix bereitgestellt, der exakt auf die Möglichkeiten der Betriebsanlagen zugeschnitten ist. Das heißt, die Möglichkeiten der einzelnen Anlagen werden zukünftig optimal ausgeschöpft.

Um die bisherigen IT-Systeme auf diese umfassende und grundlegende Herangehensweise auszurichten, haben wir auch hier mit AIR ein neues Projekt gestartet. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die „Aurubis IT Roadmap“. Die wachsende Daten- und Systemqualität wird immer entscheidender für den Grad des Erfolgs von Aurubis. Die Weiterentwicklung der IT-Landschaft soll es deshalb ermöglichen, die Material- und Wertströme transparenter zu machen und die dazu notwendigen Einzelsysteme besser zu integrieren.

Neue Produkte –
höhere Wertschöpfung

Elektrolyse Begleitelemente Vermarktung an alte und neue Abnehmer, Produktion von Kupfer Produkte – Eisensilikat herkömmlich – u. a. – Eisensilikat neu – u. a.

Wir schaffen vielfältige
Schnittstellen zu unseren
Kunden und Lieferanten

Vom Rohstoff zum Produkt. Und das nicht nur für Kupfer.
Im Zuge unseres Supply Chain Managements, des Managements
der Wertschöpfungskette, haben wir auch die Begleitelemente
stärker in den Fokus gerückt und wollen die Wertschöpfung auf
der Produktseite erhöhen. Beim Recycling schließen wir zudem
den Stoffkreislauf: vom Produkt zurück zum Rohstoff.

Bei der Produktion unserer börsenfähigen Kupferkathoden fallen auch die unterschiedlichsten Begleitelemente an, aus denen wir verkaufsfähige Produkte herstellen. Zur besseren Vermarktung dieser Spezialprodukte wollen wir zukünftig neue Wege gehen. Vieles wird in verschiedenen Projekten untersucht und erarbeitet. Für konkrete Ergebnisse ist jedoch noch zu früh.

Eisensilikat ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir bei den Begleitelementen eine höhere Wertschöpfung und bessere Vermarktung erreichen wollen. Wir haben dazu ein Projekt gestartet, um aus den Eisensilikatschlacken, die in unseren Schmelzprozessen anfallen, die darin enthaltenen Wertmetalle optimal auszubringen. Gleichzeitig ist beabsichtig die Reinheit des Endproduktes Eisensilikat zu erhöhen. Wir wollen damit unsere bestehenen Märkte absichern und neue Anwendungen erschliessen.

Closing the loop – Der Recyclingkreislauf der Zukunft

Produktion

Aus Altkupfer und metallhaltigen Produktionsreststoffen wird in einem mehrstufigen Reinigungsprozess wieder ein börsenfähiges Kathodenkupfer höchster Qualität, das zur Herstellung von unterschiedlichsten Kupferprodukten Verwendung findet.

Anwendung

Von der Kathode zum Halbzeug zum fertigen Produkt. Kupfer findet in unzähligen Anwendungen seinen Platz, vor allem, wenn es um die Leitung von Strom und Wärme geht. Auch eine exzellente Legierungsfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit zeichnen Kupfer aus.

Recycling

In den Verarbeitungsprozessen und am Ende eines Produktlebens fallen Metalle an, die aufgrund der hervorragenden Recyclingfähigkeit und vorhandenen Prozesstechnik wieder in den Wertstoffkreislauf zurückfließen. Aurubis bietet hier maßgeschneiderte Lösungen an.

Kupferhaltige Stanzreste, bevor sie recycelt werden.

Völlig neue Wege gehen wir auch beim Recycling. Bei der Verarbeitung von Recyclingrohstoffen wollen wir den Nachhaltigkeitsaspekten noch besser Rechnung tragen. Jetzt soll aus Rohstoffsicherung und Produktgeschäft ein geschlossener Wertstoffkreislauf werden – mit dem Ergebnis einer verbesserten Ressourcensteuerung und -nutzung. Der Schlüsselbegriff heißt „closing the loop“. Damit wollen wir in Zukunft Kunden vermehrt auch als Rohstofflieferanten gewinnen. Produktionsabfälle und Reststoffe mit einem je nach Anfall variierenden Kupfergehalt nehmen wir zurück und bereiten sie wieder zu Kupfer auf. Diese Form der Zusammenarbeit stärkt die Bindung unserer Kunden und kommt allen Beteiligten zugute. Beide – der Kunde und Aurubis – werden ihrer Verantwortung gerecht, möglichst effizient und nachhaltig zu produzieren.

Ein gutes Beispiel für Kooperationen mit Kunden ist die Vermarktung des Reststoffes zinkhaltiges Oxid, das in den Prozessen des KRS in Lünen anfällt. Bei einem ersten Partnerunternehmen wird aus dem enthaltenen Zink Zinkoxid hergestellt, bei einem zweiten das Nebenprodukt Bleisulfat in Bleicarbonat überführt. Dieses kommt zu uns zurück – der Kreislauf schließt sich.

Lieferanten und Kunden wollen wir mit einer digitalen Plattform vermehrten Service anbieten. Sie soll die Liefer- und Vertragsabwicklung optimieren, aber auch begleitende Servicefunktionen besser zugänglich machen und ebenfalls ein Kontaktportal für Neugeschäfte darstellen. Ziel ist es auch, in diesem Zusammenhang Standards zu setzen, zum Beispiel für Compliance und Nachhaltigkeit, und die Administration als Wettbewerbsfaktor zu verstehen.

Besonders zukunftsorientiert ist das europaweite Projekt „Ultrawire“. Sowohl in seinem Anspruch als auch in seinem zeitlichen Rahmen geht es über die normale Forschungs- und Entwicklungsarbeit hinaus. Ziel ist die Herstellung einer neuen Kupfer-Carbon-Verbindung, die Strom weit besser leitet als die herkömmlichen elektrischen Leiter. Die am Projekt beteiligten 14 Universitäten und Unternehmen, zu denen auch Aurubis zählt, gehen zwar nicht von schnellen Ergebnissen aus, die sich sofort in neue Produkte umsetzen lassen. Unsere Teilnahme zeigt aber, dass wir sehr frühzeitig versuchen, zukunftsweisende Entwicklungen zu erkennen und zu begleiten.

Mitarbeiter ganzheitlich aus- und weiterzubilden ist unser Ziel.

Wege der Zusammenarbeit
neu denken

Dem Wandel in der Arbeitswelt begegnen wir mit
frischen Ideen. Gemeinsam stellen wir uns
neu auf – mit transparenter Kommunikation,
Wissenstransfer und Job-Rotation.

Der digitale Wandel verändert Gesellschaft, Unternehmen und die Arbeitswelt vieler Menschen. Der Einzelne bekommt zunehmend eine neue, eine verantwortungsvollere Funktion: Er wird vom rein ausführenden zum planenden, steuernden und kontrollierenden Mitarbeiter. Diesen Wechsel bewusst und erfolgreich zu vollziehen, ist nicht immer einfach – auch, weil gleichzeitig auf der Seite der Kunden die Anforderungen steigen und der globale Wettbewerb zunimmt.

Wir gestalten diesen Wandel aktiv und präventiv. Das heißt für uns vor allem, dass wir jeden einzelnen Mitarbeiter an seinem vertrauten Platz abholen und begleiten. Die frühzeitige und transparente Vermittlung der sich verändernden Anforderungen steht im Zentrum der Kommunikation mit unseren Mitarbeitern.

Wie spiegelt sich dieser Ansatz in unserem Unternehmensalltag wider? Zum Beispiel im gerade entstehenden, neuen und – vor allem – ganzheitlichen Aus- und Weiterbildungskonzept. Der Begriff ganzheitlich meint hier nicht nur die zu vermittelnden Inhalte, sondern auch den weiten Bogen, der von der dualen Berufsausbildung bis zur Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem akademischen Abschluss gespannt wird.

Unter dem Projektnamen „Aurubis Campus“ wird in enger Kooperation mit dem Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation das Zentrum für Ausbildung und Qualifizierung im Konzern geplant. Durch die intensive Zusammenarbeit mit vielen Hochschulen im In- und Ausland bringen wir unsere Mitarbeiter auf den neuesten Stand von Wissenschaft und Technik. Neben der Weiterqualifizierung gewinnen wir im Rahmen dieser internationalen Hochschulkooperationen exzellente Nachwuchskräfte und beteiligen uns an Innovationsprojekten.

Auch die Personalauswahl bei der Nachwuchsplanung und Neubesetzung von Stellen wird sich verändern. Die gängigen Verfahren und Kriterien nehmen in ihrer Bedeutung ab, weil wir uns viel stärker auf die Förderung und Entwicklung von Talenten konzentrieren wollen. Bei der Personalauswahl setzen wir auf systematische Managementaudits, die Führungskräfte, Personalwesen und externe Experten zusammenbringen. Die Teilnehmer werden umfassend mit einbezogen. Diese Audits werden im Rahmen jährlicher Überprüfungen zur Nachfolgesicherung eingesetzt und sind Voraussetzung für weitere Entwicklungs- und Karriereschritte.

Dankbar für eine neue Herausforderung: Lode Rosiers– vom Personalleiter zum Executive Director Copper Products Operations.
Praxisbericht Job-Rotation

„Bei Aurubis Belgium haben wir im November 2014 wichtige organisatorische Veränderungen umgesetzt. Zwölf der 37 Manager unseres Werkes erhielten hauptsächlich durch seitliche Job-Rotation eine neue Funktion, das heißt ihre bisherige Hierarchieebene veränderte sich nicht, wohl aber ihr Aufgabenfeld. In diese Veränderungen einbezogen waren vor allem die Produktionsbereiche und die Personalabteilung. Die Ziele dabei lagen in der persönlichen Weiterentwicklung und in der Anpassung von Führungskompetenzen an die neuen Positionen.

Die Vorbereitungsphase für den Positionswechsel dauerte rund sechs Monate. Zahlreiche Führungskräfte aus den operativen Bereichen, von Corporate HR und dem Aurubis Belgium Management-Team waren daran beteiligt.

So bin ich als Manager aus der Personalabteilung in die Produktion gewechselt. Dies war für mich eine große Herausforderung, aber auch ein großer Anreiz, etwas Neues zu beginnen.“

Lode Rosiers

In einem neuen Licht erscheinen in diesem Zusammenhang auch die Fach- und Expertenlaufbahnen bei uns, denn sie werden genauso gewichtet wie die Führungsfunktionen im Konzern.

Ein Konzern wie Aurubis, der weltweit agiert, ist ein globales Netzwerk für die Menschen, die innerhalb der einzelnen Knotenpunkte ihre Arbeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen: Es sind Menschen der unterschiedlichsten Nationen und Kulturen, Jüngere und Ältere, Männer und Frauen, Berufsstarter und erfahrene Mitarbeiter, die bei uns ein großes globales Team bilden. Gemeinsam setzen sie ihre vielfältigen Fähigkeiten bei Aurubis ein und tragen dazu bei, immer wieder neue Ziele zu erreichen.

Die bisher schon sehr gute Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg soll noch besser werden. Deshalb arbeiten Führungskräfte vernetzt in gemeinsamer Projektarbeit.

Die Rotation von Mitarbeitern im Konzern – von Standort zu Standort oder von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz – trägt ebenfalls dazu bei, in Zukunft noch reibungsloser und produktiver zusammenzuarbeiten. Mitarbeitermobilität bedeutet in diesem Zusammenhang vielfach auch Mitarbeitermotivation. Diese Sicht gründet auf den ersten Erfahrungen mit der Job-Rotation, zum Beispiel bei Aurubis Belgien, die ausgesprochen positiv sind. Der Aufgabenwechsel, der zugleich auch ein Perspektivenwechsel ist, wurde begeistert aufgenommen. Ebenfalls überzeugend ist, dass diese Form von Wissenstransfer, Wissensbewahrung und Wissensvertiefung sowohl allen Beteiligten persönlich als auch dem Konzern als Ganzem dient. Die Fortführung des Programms befindet sich in der Vorbereitung. Sie wird bestehende Strukturen aufbrechen und Räume für neue Ideen schaffen.

Wesentlicher Faktor unserer Nachhaltigkeitsstrategie – der Mensch